In Casinos und Spielbanken begegnen Ihnen zahlreiche Fachbegriffe, die auf den ersten Blick verwirrend wirken können. Besonders französische Ausdrücke beim Roulette, englische Poker-Begriffe und spezielle Bezeichnungen für Wetten und Spielabläufe erfordern eine Erklärung. Dieses umfassende Glossar erklärt alle wichtigen Casino-Begriffe verständlich und praxisnah, damit Sie sich sicher in der Welt des Glücksspiels bewegen können.
Ob Sie zum ersten Mal eine Spielbank besuchen oder bereits Erfahrung im Online-Casino haben – die richtige Kenntnis der Fachsprache ist entscheidend für ein gelungenes Spielerlebnis. Viele Begriffe haben historische Wurzeln und spiegeln die internationale Tradition des Casino-Spiels wider.
Allgemeine Casino-Begriffe
Diese grundlegenden Begriffe begegnen Ihnen in nahezu jedem Casino und bei den meisten Glücksspielen. Sie bilden das Fundament für das Verständnis aller weiteren spielspezifischen Fachausdrücke.
Bankvorteil und Hausvorteil
Der Bankvorteil, auch Hausvorteil oder House Edge genannt, bezeichnet den mathematischen Vorteil des Casinos gegenüber den Spielern. Dieser Vorteil ist in die Spielregeln eingebaut und sorgt dafür, dass das Casino langfristig profitabel arbeitet. Beim Roulette entsteht der Bankvorteil durch die Null, beim Blackjack durch die Spielregeln zur Kartenziehung.
Chip, Jeton und Spielmarke
Chips oder Jetons sind die Wertmarken, mit denen in Casinos gespielt wird. Sie ersetzen echtes Geld am Spieltisch und haben unterschiedliche Farben für verschiedene Werte. Die kleinste Einheit wird als Minimum-Chip bezeichnet und stellt den kleinstmöglichen Einsatz dar. In deutschen Spielbanken wird häufig der französische Begriff Jeton verwendet.
Croupier und Dealer
Der Croupier ist der Spielleiter am Tisch, der das Spiel durchführt, Einsätze einzieht und Gewinne auszahlt. Diese französische Bezeichnung wird vor allem beim Roulette verwendet. Bei Kartenspielen wie Blackjack und Poker spricht man häufiger vom Dealer. Beide Begriffe bezeichnen die professionellen Mitarbeiter, die für einen reibungslosen Spielablauf sorgen.
Einsatzlimit und Tischlimit
Jeder Spieltisch hat festgelegte Minimum- und Maximum-Einsätze. Das Tischlimit schützt sowohl Spieler als auch Casino vor zu hohen Verlusten oder Gewinnen in kurzer Zeit. Die Limits variieren je nach Tisch und Casino erheblich – von wenigen Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Runde.
Roulette-Begriffe aus dem Französischen
Roulette hat seine Wurzeln in Frankreich, weshalb viele Fachbegriffe französischen Ursprungs sind. Diese Ausdrücke werden weltweit in Casinos verwendet und gehören zur klassischen Casino-Kultur.
Annonce und Ansage
Bei der Ansage oder Annonce übergibt der Spieler dem Croupier seinen Einsatz und teilt mündlich mit, wie die Jetons platziert werden sollen. Dies ist besonders bei komplexen Wetten üblich, die mehrere Felder auf dem Tableau abdecken. Der Croupier platziert dann die Chips entsprechend der Anweisung.
Rien ne va plus
Dieser berühmte französische Ausruf bedeutet Nichts geht mehr und signalisiert, dass keine weiteren Einsätze mehr angenommen werden. Der Croupier spricht diese Absage aus, sobald die Kugel im Kessel rollt und kurz vor dem Fallen in ein Fach steht. Im englischsprachigen Raum heißt es No more bets.
Coup und Partie
Ein Coup oder eine Partie bezeichnet einen einzelnen Spielabschnitt beim Roulette – von der Platzierung der Einsätze über den Lauf der Kugel bis zur Gewinnermittlung. Nach jedem Coup beginnt eine neue Runde mit frischen Einsatzmöglichkeiten.
La Gagnate und La Perdante
La Gagnate oder Sortante bezeichnet die Chance, die im letzten Coup gewonnen hat. Der Gegenbegriff ist La Perdante – die Chance, die zuletzt verloren hat. Diese Begriffe werden von erfahrenen Spielern verwendet, die Serien und Muster im Spielverlauf beobachten.
Zéro und die Null
Das Zéro ist die grüne Null auf dem Roulette-Rad, die weder zu den roten noch zu den schwarzen Zahlen gehört. Fällt die Null, verlieren alle Einsätze auf einfache Chancen, sofern nicht die En-Prison-Regel oder La-Partage-Regel gilt. Die Null ist der Grund für den Hausvorteil beim Roulette.
Blackjack-Fachbegriffe
Blackjack verwendet eigene Begriffe für Spielzüge, Kartenwerte und Situationen. Diese Ausdrücke sind meist englischen Ursprungs und international standardisiert.
Hit und Stand
Hit bedeutet, dass der Spieler eine weitere Karte zieht. Stand bedeutet, dass er keine weiteren Karten möchte und mit seinem aktuellen Blatt zufrieden ist. Diese beiden Grundentscheidungen bilden die Basis jeder Blackjack-Strategie.
Double Down und Split
Double Down erlaubt es dem Spieler, seinen Einsatz zu verdoppeln und genau eine weitere Karte zu erhalten. Split bedeutet, dass ein Paar in zwei separate Hände aufgeteilt wird, wobei für jede Hand ein zusätzlicher Einsatz erforderlich ist.
Bust und Blackjack
Ein Bust tritt ein, wenn die Kartensumme 21 überschreitet – die Hand verliert automatisch. Ein Blackjack ist die bestmögliche Hand aus einem Ass und einer Karte mit dem Wert 10, die zusammen genau 21 ergeben und höher gewertet werden als andere 21er-Kombinationen.
Poker-Terminologie
Poker hat eine umfangreiche eigene Fachsprache entwickelt, die von Handbezeichnungen über Wettrunden bis zu Turnierbegriffen reicht.
Blinds und Ante
Blinds sind Pflichteinsätze, die vor dem Austeilen der Karten von bestimmten Spielern geleistet werden müssen. Der Small Blind sitzt links vom Dealer, der Big Blind daneben. Das Ante ist ein kleiner Pflichteinsatz, den alle Spieler vor jeder Hand zahlen.
Flop, Turn und River
Diese Begriffe bezeichnen die Gemeinschaftskarten beim Texas Holdem. Der Flop sind die ersten drei offenen Karten, der Turn ist die vierte und der River die fünfte Gemeinschaftskarte. Nach jeder Phase gibt es eine Wettrunde.
Check, Call, Raise und Fold
Check bedeutet, dass ein Spieler keine Wette abgibt, aber im Spiel bleibt. Call heißt, eine bestehende Wette mitzugehen. Raise bedeutet, den Einsatz zu erhöhen. Fold ist das Aufgeben der Hand und Aussteigen aus der aktuellen Runde.
Spielautomaten-Begriffe
Auch bei Spielautomaten gibt es spezifische Fachausdrücke, die das Verständnis der Funktionsweise und Gewinnmöglichkeiten erleichtern.
Walzen und Gewinnlinien
Walzen sind die drehenden Elemente eines Spielautomaten, auf denen die Symbole erscheinen. Gewinnlinien sind die Muster, nach denen Symbolkombinationen zu Gewinnen führen. Moderne Slots haben oft 20 bis 50 oder mehr Gewinnlinien.
Scatter und Wild
Scatter-Symbole lösen Bonusfunktionen oder Freispiele aus, unabhängig von ihrer Position auf den Walzen. Wild-Symbole ersetzen andere Symbole und helfen so, Gewinnkombinationen zu vervollständigen – ähnlich wie ein Joker im Kartenspiel.
RTP und Volatilität
RTP steht für Return to Player und gibt an, welcher Prozentsatz der Einsätze langfristig an Spieler zurückgezahlt wird. Die Volatilität beschreibt, wie häufig und in welcher Höhe Gewinne ausgezahlt werden – hohe Volatilität bedeutet seltene, aber größere Gewinne.
Wettarten und Strategiebegriffe
Verschiedene Wettarten und strategische Konzepte haben eigene Bezeichnungen, die Sie kennen sollten.
Einfache Chancen beim Roulette
Einfache Chancen sind Wetten auf Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder 1-18/19-36. Sie zahlen 1:1 aus und haben die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit. Diese Wetten sind ideal für konservative Spieler und viele Roulette-Systeme.
Martingale und Progression
Martingale ist ein Wettsystem, bei dem der Einsatz nach jedem Verlust verdoppelt wird. Progression bezeichnet allgemein Systeme, bei denen Einsätze nach bestimmten Mustern erhöht oder verringert werden. Solche Systeme ändern nichts am mathematischen Hausvorteil.
Bandenspiel
Bandenspiel ist eine verbotene Praxis, bei der mehrere Spieler gemeinsam auf denselben Ausgang setzen, um Tischlimits zu umgehen. Casinos überwachen solches Verhalten und können Spieler ausschließen, die sich absprechen.
Fazit
Die Kenntnis der wichtigsten Casino-Begriffe ist essentiell für ein sicheres und angenehmes Spielerlebnis. Ob französische Roulette-Ausdrücke, englische Poker-Begriffe oder deutsche Fachbezeichnungen – mit diesem Glossar sind Sie bestens vorbereitet für Ihren nächsten Casino-Besuch oder Ihre Online-Spielsession.
Nehmen Sie sich Zeit, die Begriffe zu verinnerlichen, und scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten das Casino-Personal zu fragen. Professionelle Croupiers und Dealer helfen gerne weiter und erklären Fachausdrücke. Je besser Sie die Terminologie beherrschen, desto mehr werden Sie das Spiel genießen und fundierte Entscheidungen treffen können.
Frequently Asked Questions
Was bedeutet Rien ne va plus beim Roulette?
Rien ne va plus ist Französisch und bedeutet Nichts geht mehr. Der Croupier ruft dies aus, wenn keine weiteren Einsätze mehr angenommen werden, weil die Kugel bereits im Kessel rollt.
Was ist der Unterschied zwischen Croupier und Dealer?
Beide Begriffe bezeichnen den Spielleiter am Tisch. Croupier ist die französische Bezeichnung, die vor allem beim Roulette verwendet wird, während Dealer die englische Bezeichnung ist, die häufig bei Kartenspielen wie Blackjack und Poker zum Einsatz kommt.
Was versteht man unter dem Hausvorteil?
Der Hausvorteil oder Bankvorteil ist der mathematische Vorteil des Casinos gegenüber den Spielern. Er ist in die Spielregeln eingebaut und sorgt dafür, dass das Casino langfristig profitabel arbeitet. Beim Roulette entsteht er durch die Null.
Was sind Jetons im Casino?
Jetons sind Spielmarken oder Chips, die anstelle von echtem Geld am Spieltisch verwendet werden. Sie haben unterschiedliche Farben für verschiedene Werte und erleichtern das Handling während des Spiels.
Was bedeutet RTP bei Spielautomaten?
RTP steht für Return to Player und gibt in Prozent an, welcher Anteil der Einsätze langfristig an die Spieler zurückgezahlt wird. Ein RTP von 96 Prozent bedeutet, dass von 100 Euro Einsatz durchschnittlich 96 Euro als Gewinne ausgeschüttet werden.
Was ist ein Coup beim Roulette?
Ein Coup oder eine Partie bezeichnet einen einzelnen Spielabschnitt beim Roulette – von der Platzierung der Einsätze über den Lauf der Kugel bis zur Ermittlung des Gewinns. Nach jedem Coup beginnt eine neue Spielrunde.