Baccarat gehört zu den elegantesten und beliebtesten Kartenspielen in Casinos weltweit. Mit seinen einfachen Regeln und dem niedrigen Hausvorteil zieht es sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler an. In diesem umfassenden Guide erfahren Sie alles Wichtige über Baccarat im Casino: von den Grundregeln über verschiedene Spielvarianten bis hin zu bewährten Strategien und den besten Online Casinos in der Schweiz.
Einführung in Baccarat
Baccarat ist ein Kartenglücksspiel, das traditionell mit französischen Spielkarten gespielt wird. Das Hauptziel besteht darin, mit zwei oder drei Karten einen Punktwert von 9 zu erreichen oder diesem möglichst nahe zu kommen. Im Gegensatz zu anderen Kartenspielen wie Blackjack oder Poker müssen Spieler beim Baccarat keine komplexen Entscheidungen treffen – der Spielablauf folgt festen Regeln, die vom Dealer ausgeführt werden.
Die Besonderheit von Baccarat liegt darin, dass Spieler nicht nur auf die eigene Hand wetten können, sondern auch auf die Hand des Dealers oder auf ein Unentschieden. Diese Flexibilität macht das Spiel besonders interessant und bietet verschiedene strategische Ansätze. In modernen Online Casinos wird Baccarat sowohl als virtuelles Tischspiel mit Zufallsgenerator als auch als Live-Version mit echten Dealern angeboten.
Die Popularität von Baccarat hat in den letzten Jahren stark zugenommen, besonders in asiatischen Märkten, wo das Spiel als Statussymbol gilt. In Casinos wie denen in Macau macht Baccarat oft über 80 Prozent des gesamten Spielumsatzes aus. Auch in Schweizer Online Casinos gewinnt das Spiel zunehmend an Bedeutung.
Die Grundregeln von Baccarat
Das Verständnis der Grundregeln ist der erste Schritt zum erfolgreichen Baccarat-Spiel. Die Regeln sind deutlich einfacher als bei vielen anderen Casino-Spielen.
Spielvorbereitung und Einsätze
Zu Beginn jeder Runde platzieren die Spieler ihre Einsätze auf einem von drei Feldern: Spieler, Bank oder Unentschieden. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Bezeichnung Spieler nicht die eigene Hand bedeutet, sondern lediglich eine der beiden Wettoptionen darstellt. Nach Abschluss der Wettphase verteilt der Dealer jeweils zwei Karten an die Spieler-Position und zwei Karten an die Bank-Position.
Kartenwerte verstehen
Die Kartenwerte beim Baccarat unterscheiden sich von anderen Kartenspielen. Asse zählen als 1 Punkt, die Karten 2 bis 9 entsprechen ihrem aufgedruckten Wert, während Bildkarten und Zehner jeweils 0 Punkte wert sind. Eine wichtige Regel: Wenn die Summe der Kartenwerte zweistellig ist, zählt nur die Einerstelle. Beispielsweise ergibt eine 7 und eine 8 zusammen 15 Punkte, was als 5 Punkte gewertet wird.
Natural Hand
Wenn eine der beiden Seiten mit den ersten beiden Karten bereits 8 oder 9 Punkte erreicht, spricht man von einer Natural Hand. In diesem Fall endet die Runde sofort, und es werden keine weiteren Karten ausgeteilt. Eine 9 schlägt eine 8, und beide schlagen alle niedrigeren Werte. Natural Hands sind die stärksten Kombinationen im Baccarat.
Dritte Karte ziehen
Wenn keine Natural Hand vorliegt, entscheiden feste Regeln darüber, ob eine dritte Karte gezogen wird. Bei einem Handwert von 0 bis 5 erhält die Spieler-Position automatisch eine dritte Karte. Bei 6 oder 7 Punkten bleibt die Spieler-Position stehen. Die Regeln für die Bank-Position sind komplexer und hängen sowohl vom eigenen Wert als auch von der dritten Karte des Spielers ab. Diese Regeln werden automatisch vom Dealer angewendet, sodass Spieler sie nicht auswendig kennen müssen.
Baccarat Varianten im Casino
Es gibt verschiedene Baccarat-Varianten, die sich in Spielablauf und Regeln unterscheiden. Die bekanntesten sind Punto Banco, Chemin de Fer und Baccara Banque.
Punto Banco
Punto Banco ist die am weitesten verbreitete Variante in Online Casinos und modernen Spielbanken. Hier spielen alle Teilnehmer gegen die Bank, und der Dealer führt das Spiel nach festen Regeln durch. Spieler müssen keine Entscheidungen über das Ziehen weiterer Karten treffen – alles läuft automatisch ab. Diese Variante ist besonders anfängerfreundlich und bietet einen Hausvorteil von etwa 1,06 Prozent bei Bank-Wetten und 1,24 Prozent bei Spieler-Wetten.
Chemin de Fer
Chemin de Fer ist die klassische französische Variante, bei der die Spieler abwechselnd die Rolle der Bank übernehmen. Der Name bedeutet Eisenbahn und bezieht sich darauf, dass der Kartenschlitten wie eine kleine Eisenbahn von Spieler zu Spieler wandert. Diese Variante erfordert mehr strategisches Denken, da Spieler entscheiden können, ob sie eine dritte Karte ziehen möchten. Chemin de Fer war das Lieblingsspiel von James Bond und wird heute hauptsächlich in europäischen Casinos angeboten.
Baccara Banque
Bei Baccara Banque übernimmt ein Spieler die Bankrolle für die gesamte Sitzung. Es werden drei Hände ausgeteilt: eine für die Bank und zwei für die Spieler. Diese Variante ist seltener anzutreffen und wird vor allem in traditionellen europäischen Spielbanken gespielt.
Baccarat Strategie und Tipps
Obwohl Baccarat ein Glücksspiel ist, können bestimmte Strategien die Gewinnchancen optimieren und Verluste minimieren.
Auf die Bank setzen
Statistisch gesehen hat die Bank-Wette den niedrigsten Hausvorteil von etwa 1,06 Prozent. Auch wenn das Casino eine Provision von 5 Prozent auf Bankgewinne erhebt, bleibt dies die mathematisch beste Wette. Professionelle Spieler setzen daher bevorzugt auf die Bank.
Unentschieden-Wetten vermeiden
Die Tie-Wette mag mit einer Auszahlung von 8:1 oder 9:1 verlockend erscheinen, hat aber einen Hausvorteil von über 14 Prozent. Diese Wette sollte vermieden werden, da sie langfristig zu den höchsten Verlusten führt.
Bankroll-Management
Setzen Sie sich vor dem Spiel ein festes Budget und halten Sie sich daran. Eine bewährte Methode ist es, nicht mehr als 5 Prozent des Gesamtbudgets pro Runde zu setzen. So können Sie längere Pechsträhnen überstehen und haben mehr Spielrunden zur Verfügung.
Wettsysteme kritisch betrachten
Systeme wie Martingale oder Fibonacci versprechen sichere Gewinne, können aber bei längeren Verlustserien zu enormen Einsätzen führen. Kein Wettsystem kann den mathematischen Hausvorteil des Casinos überwinden. Nutzen Sie solche Systeme nur mit Vorsicht und klaren Limits.
Baccarat in Schweizer Online Casinos
Seit der Regulierung des Online-Glücksspiels in der Schweiz bieten lizenzierte Casinos Baccarat in verschiedenen Varianten an. Spieler können zwischen virtuellen Tischspielen und Live-Dealer-Versionen wählen.
Live Baccarat
Live Baccarat bringt die Casino-Atmosphäre direkt nach Hause. Echte Dealer führen das Spiel in Echtzeit durch, und Spieler können per Video-Stream zusehen und ihre Einsätze platzieren. Die Interaktion mit dem Dealer und anderen Spielern über den Chat macht das Erlebnis besonders authentisch. Schweizer Online Casinos arbeiten mit führenden Anbietern wie Evolution Gaming zusammen, die professionelle Live-Studios betreiben.
Virtuelle Baccarat-Tische
Virtuelle Versionen nutzen einen Zufallsgenerator und ermöglichen schnellere Spielrunden ohne Wartezeiten. Diese Variante eignet sich besonders für Spieler, die ihr eigenes Tempo bestimmen möchten oder die Regeln erst üben wollen. Viele Online Casinos bieten auch kostenlose Demo-Versionen an.
Mobile Baccarat
Alle modernen Schweizer Online Casinos bieten Baccarat auch für mobile Geräte an. Die Spiele sind für Smartphones und Tablets optimiert und laufen problemlos im Browser, ohne dass eine App heruntergeladen werden muss.
Kartenwerte und Ziehungsregeln
Das Verständnis der Kartenwerte und Ziehungsregeln ist fundamental für erfolgreiches Baccarat-Spiel.
Kartenwerte im Detail
Asse haben einen Wert von 1 Punkt. Die Karten 2 bis 9 entsprechen ihrem aufgedruckten Wert. Alle Bildkarten sowie die 10 zählen 0 Punkte. Wenn die Summe der Kartenwerte zweistellig ist, zählt nur die Einerstelle. Beispiel: 7 plus 8 ergibt 15, der Handwert beträgt also 5.
Ziehungsregeln für den Spieler
Bei einem Handwert von 0 bis 5 erhält der Spieler automatisch eine dritte Karte. Bei 6 oder 7 Punkten bleibt der Spieler stehen. Bei 8 oder 9 Punkten liegt eine Natural Hand vor, und das Spiel endet sofort.
Ziehungsregeln für die Bank
Die Ziehungsregeln für die Bank sind komplexer und hängen vom Wert der dritten Karte des Spielers ab. Bei 0 bis 2 Punkten zieht die Bank immer. Bei 3 Punkten zieht die Bank, außer der Spieler hat eine 8 erhalten. Bei 4 Punkten zieht die Bank nur, wenn der Spieler 2 bis 7 hatte. Bei 5 Punkten zieht die Bank bei Spielerwerten von 4 bis 7. Bei 6 Punkten zieht die Bank nur bei 6 oder 7 des Spielers. Bei 7 Punkten bleibt die Bank stehen.
Geschichte und Herkunft von Baccarat
Die genaue Herkunft von Baccarat ist umstritten. Häufig wird behauptet, das Spiel sei im 16. Jahrhundert in Neapel entstanden, wobei der Name aus einem neapolitanischen Dialekt stammen soll, in dem Baccara Null bedeutet. Eine andere Theorie besagt, der Name leite sich von der französischen Stadt Baccarat in der Nähe von Lunéville ab.
Moderne Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass Baccarat wahrscheinlich erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Das Spiel verbreitete sich schnell in den europäischen Adelshäusern und wurde zum Lieblingsspiel der High Society. Im 20. Jahrhundert eroberte Baccarat die Casinos in Monte Carlo, Las Vegas und Macau. Heute ist es besonders in Asien extrem beliebt und macht in manchen Casinos den Großteil des Umsatzes aus.
Hausvorteil und Gewinnwahrscheinlichkeiten
Der Hausvorteil bei Baccarat gehört zu den niedrigsten aller Casino-Spiele, was es besonders attraktiv für strategische Spieler macht.
Mathematische Analyse
Bei der Bank-Wette beträgt der Hausvorteil etwa 1,06 Prozent, bei der Spieler-Wette etwa 1,24 Prozent. Die Unentschieden-Wette hat einen Hausvorteil von 14,36 Prozent und sollte gemieden werden. Diese Werte basieren auf der Verwendung von acht Kartendecks und den Standardregeln von Punto Banco.
Langfristige Erwartungen
Auf lange Sicht gewinnt die Bank in etwa 50,68 Prozent der Fälle, der Spieler in 49,32 Prozent. Unentschieden treten in etwa 9,5 Prozent aller Runden auf. Diese Statistiken zeigen, warum die Bank-Wette mathematisch die beste Option ist, auch nach Abzug der 5-Prozent-Provision.
Nebenwetten und Sonderspiele
Viele Casinos bieten zusätzliche Nebenwetten an, die das Spiel abwechslungsreicher machen, aber meist einen höheren Hausvorteil haben.
Pair-Wetten
Spieler können darauf wetten, dass die ersten beiden Karten der Bank oder des Spielers ein Paar bilden. Die Auszahlung beträgt üblicherweise 11:1, der Hausvorteil liegt bei etwa 10 Prozent.
Perfect Pair
Diese Wette gewinnt, wenn die ersten beiden Karten ein Paar in derselben Farbe bilden. Die Auszahlung ist höher, aber auch das Risiko steigt deutlich.
Dragon Bonus
Bei dieser Nebenwette gewinnen Spieler, wenn ihre gewählte Seite mit einem großen Vorsprung gewinnt. Je höher die Differenz, desto höher die Auszahlung. Diese Wette kann spannend sein, hat aber einen Hausvorteil von über 2,5 Prozent.
Fazit
Baccarat ist ein elegantes und unkompliziertes Casino-Spiel mit fairen Gewinnchancen und niedrigem Hausvorteil. Die einfachen Regeln machen es für Anfänger zugänglich, während die verschiedenen Varianten und Wettoptionen auch erfahrenen Spielern Abwechslung bieten. Besonders die Bank-Wette bietet mit einem Hausvorteil von nur 1,06 Prozent eine der besten Quoten im Casino. Schweizer Online Casinos bieten sowohl virtuelle als auch Live-Versionen an, sodass Spieler jederzeit und überall Baccarat genießen können. Mit der richtigen Strategie, diszipliniertem Bankroll-Management und dem Verzicht auf riskante Nebenwetten können Spieler ihre Chancen optimieren und das Spiel verantwortungsvoll genießen.
Frequently Asked Questions
Wie hoch ist der Hausvorteil bei Baccarat?
Der Hausvorteil beträgt bei der Bank-Wette etwa 1,06 Prozent und bei der Spieler-Wette etwa 1,24 Prozent. Die Unentschieden-Wette hat einen deutlich höheren Hausvorteil von über 14 Prozent.
Kann man Baccarat kostenlos spielen?
Ja, viele Schweizer Online Casinos bieten Demo-Versionen von Baccarat an, bei denen Sie ohne Echtgeldeinsatz üben können. So lernen Sie die Regeln und den Spielablauf risikofrei kennen.
Was ist der Unterschied zwischen Punto Banco und Chemin de Fer?
Bei Punto Banco spielen alle gegen die Bank und der Dealer führt das Spiel nach festen Regeln. Bei Chemin de Fer übernehmen die Spieler abwechselnd die Bankrolle und haben mehr Entscheidungsfreiheit beim Ziehen von Karten.
Welche Wette ist beim Baccarat am besten?
Die Bank-Wette bietet statistisch die besten Gewinnchancen mit dem niedrigsten Hausvorteil von 1,06 Prozent. Trotz der 5-Prozent-Provision auf Gewinne bleibt sie die mathematisch beste Option.
Wie viele Kartendecks werden beim Baccarat verwendet?
In den meisten Casinos wird Baccarat mit sechs bis acht Kartendecks gespielt. Die genaue Anzahl kann je nach Casino und Variante variieren.
Gibt es eine Strategie, um bei Baccarat zu gewinnen?
Es gibt keine Strategie, die garantierte Gewinne bringt, da Baccarat ein Glücksspiel ist. Die beste Vorgehensweise ist, konsequent auf die Bank zu setzen, Unentschieden-Wetten zu vermeiden und ein striktes Bankroll-Management zu befolgen.